Der Vortag vor dem Marathon begann zu einer humanen Zeit, Frühstück im Hotel und auf gings zur Taxisuche. Zur Zeit ist das eine mega Challenge, die verfügbaren Fahrer werden natürlich nicht nur von uns genutzt. Die SEA-Games schlucken alles Mietfähige weg, was irgendwie fährt. Auf der App-Plattform Grap läuft gar nix mehr. Wir haben nach 20 Minuten Glück, unser Hotel hat einen Fahrer gefunden, den wir gleich mit unseren geplanten Fahrten reservieren. Er motzt nicht, als wir ihm durchgeben: Morgen früh 4:00 Uhr!
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Zuerst gab es ein Technisches Meeting, nur für die Coaches, nach 30min kamen 1min lang Infos zum Marathon, das wars. Aber danach ging es mit den Läufern zusammen mit einem Bus über die Strecke.
Was ein Kurs: 4,7km auf einem Betonband ohne jeglichen Schatten vom Stadion weg, dann U-Turn auf einer breiten Strasse, dann das Ganze zurück und alles nochmals 4x! Wellig ist die Strecke, zwar nie steil, aber ganz flach ist anders.
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Nach der Streckenbesichtigung führten wir ein kurzes taktisches Gespräch im Athletendorf mit allen Marathonläufern durch und dann gab es Mittagessen. Überall übrigens Polizei, Militär und Sicherheitsposten. Als Coach angeschrieben lassen sie einen aber widerstandslos passieren, selbst den obligatorischen Eintrittspass will niemand sehen.
Serena spürte ihren Unterschenkel noch immer, sie ist verunsichert. Ich versuchte ihr irgendwie Mut zuzusprechen und das der worthcase, sie müsste aussteigen, kein Untergang bedeuten würde. Aber klar, will sie den Marathon laufen und irgendwie beenden.
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Nach einem Besuch im Asics-Vip-Shop, Serena ist dort bekannt, ging es für sie zum Physio und David nutzte die Möglichkeit, und drehte ein paar Runden im krachneuen Stadion. Sehr heiss war es, aber er genoss es trotzdem!
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Niegelnagelneu war alles hier, vor ein paar Monaten alles noch Ackerland. So richtig fertig ist aber noch gar nichts. Die Games laufen und es wird noch gebaut und montiert. Das Athletendorf ist auch nicht fertig, in Serenas Zimmer steht der Fernseher noch komplett verpackt im Karton, Wasserablauf wurde in der Dusche sogar vergessen und und und!
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Unglaublich! Und was nicht fertig ist, wird mit bunt bedruckten grossen Blachen abgedeckt, zumindest ein wenig.
Positiv denken, gebe ich Serena mehrmals zu verstehen, aber klar, nicht so einfach. Dabei ist sie ein sehr positiv denkender Mensch, der dies auch ausstrahlt. Sie lacht fast immer über etwas. Ich werde es ganz bald schon sehr vermissen. Ihre Schmerzen im Unterschenkel machen mir etwas Sorgen, ich wünsche ihr so dermassen, dass sie laufen und finishen kann.
Am Nachmittag liessen wir Serena bei ihren Sportlerkollegen im Dorf zurück und machten uns zurück nach Angeles. Morgen gehts früh los, 3:30 grunzt der Wecker, 4:45 treffen wir uns mit dem Team und um 06:00 ist Start bei den Jungs, um 06:15 bei den Mädels. Drückt die Daumen für Serena! Sie kann es brauchen.
Hier ist es nun 23:20 – time to sleep.